Warum Lanzarote aktuell das Schnorchel-Ziel der Kanaren ist
Lavawüste über Wasser, bunte Fische darunter – Lanzarote wirkt ein bisschen, als hätte jemand Island und Karibik zusammengewürfelt. In vielen Reiseartikeln taucht die Insel gerade als Schnorchel-Geheimtipp der Kanaren auf. Ein großer Grund dafür hört auf den Namen La Graciosa: eine kleine Nachbarinsel, fast ohne Straßen, dafür mit türkisfarbenen Buchten, in denen du direkt vom Strand in glasklares Wasser kippst.
Geografisch liegen Lanzarote und La Graciosa ganz oben im Nordosten der Kanaren. Flugtechnisch heißt das: Du bist aus Europa oft in gut vier Stunden da, ohne Langstrecken-Jetlag und ohne Fernreise-Preisschock. Genau deshalb sind die Inseln spannend für Einsteiger, Familien und alle, die eher Rucksack als Louis-Vuitton-Koffer dabeihaben.
Der Hype hat aber eine Schattenseite: Tourenbüros, die für 80 Euro eine halbe Stunde Planschen vom Boot aus verkaufen. Niemand will für drei Schnorchelzüge ein halbes Tagesbudget verbraten. Hier kommt der gute Teil: Du brauchst das meiste davon nicht. Viele der schönsten Spots erreichst du direkt vom Strand, und mit etwas Planung bleibt genug Geld für Tapas übrig.
Wir konzentrieren uns auf drei Hotspots, die sich super kombinieren lassen:
- Playa Chica in Puerto del Carmen
- Playa Blanca im Süden Lanzarotes
- die geschützten Gewässer rund um La Graciosa
Am Ende weißt du, wo du für dein Geld die meiste Unterwasser-Action bekommst, was realistische Preise sind und wo du getrost „nein, danke“ sagen kannst. Auf welt-preise.de erscheinen regelmäßig Kosten-Guides, in denen Ziele wie Lanzarote neben Fernreisen stehen. Wenn du einmal gelernt hast, wie du eine Tour nach Patagonien durchrechnest, hilft dir das genauso hier. Ein guter Start ist der Artikel Paagonien-Kosten 2026 – dieselben Tricks funktionieren erstaunlich gut auch auf den Kanaren.
Playa Chica und Playa Blanca: Schnorchel-Highlights für kleine Budgets
Playa Chica ist so etwas wie das Wohnzimmer der Schnorchler auf Lanzarote. Eine kleine, geschützte Bucht im Zentrum von Puerto del Crmen, umgeben von Lavafelsen. Der Einstieg ist flach, der Sand weich, die Wellen meist harmlos. Ideal, wenn du zum ersten Mal mit Maske und Schnorchel ins Meer gehst – oder wenn du deine Kinder nicht direkt ins offene Atlantik-Gewusel schicken willst.
Sobald du dich ein paar Meter vom Strand entfernst, bist du schon zwischen Felsen, Seegras und Kleinfisch unterwegs. Brassen, Papageifische, manchmal kleine Barrakudas, gelegentlich ein Rochen am Boden – nichts für Adrenalin-Junkies, aber perfekt, um entspannt eine Stunde über den Felsen zu treiben.
Playa Blanca im Süden ist ein gutes Gegenstück: längere Strandpromenade, mehrere Buchten, meist ruhigere See. Die Unterwasserwelt ist ähnlich: Lavafelsen, sandige Flächen, Seegraszonen, jede Menge kleiner Fische. Mit Glück entdeckst du eine Muräne, die aus ihrem Felsen späht, oder einen Rochen, der unter dir vorbeizieht. Der große Vorteil: Du kannst direkt aus dem Ort an den Strand laufen, reinspringen, rauskommen, Eis essen. Fertig.
Kosten: Wie viel kostet Schnorcheln wirklich?
Die gute Nachricht: Das Meer nimmt keinen Eintritt. Schnorcheln vom Strand ist gratis. Zahlen musst du nur für die Ausrüstung – oder du bringst sie selbst mit.
- Leih-Set vor Ort (Maske, Schnorchel, Flossen): grob 10–20 Euro pro Tag, je nach Shop und Qualität.
- Einfaches eigenes Set aus dem Sportladen: ab etwa 30–50 Euro. Rechnet sich schnell, wenn du mehrere Tage ins Wasser willst.
Wenn du eine Woche lang fast täglich ins Wasser gehst, bist du mit eigenem Set schnell günstiger dran als mit Leih-Equipment. Bonus: Kein fremdes Mundstück, über das schon halb Europa gekaut hat.
Spartipps am Strand
Der einfachste Weg, dein Budget zu sprengen, ist nicht die Ausrüstung, sondern das Drumherum. Die üblichen Verdächtugen:
- Beachbar-Cocktails statt Wasser und Kaffee aus der Unterkunft
- Mittagessen direkt an der Promenade, obwohl der nächste Supermarkt nur 300 Meter weg ist
- „Spontan“ noch mal eben eine Tour buchen, ohne die Preise zu vergleichen
Günstiger fährst du mit:
- Snacks aus dem Supermarkt (Bocadillos, Obst, Kekse) statt Mittagessen im Beachclub
- Wasser in großen Kanistern kaufen und in kleine Flaschen umfüllen
- Unterkunft mit Küche wählen und abends selbst kochen
Wer schon mal bei einer gemütlichen Wanderreise aufs Geld geachtet hat, kennt das Prinzip: günstige Basis, dafür mehr Budget für echte Erlebnisse. Einen guten Einstieg in diese Denkweise liefert der Beitrag zu Einsteiger-Trekkingtouren in Europa. Das gleiche Konzept funktioniert am Meer: niedrige Fixkosten, dafür mehr Geld für die wirklich besonderen Ausflüge.
Für Unterkünfte lohnt sich ein schneller Blick auf Preisvergleichsseiten oder Services wie die Hotelübersicht von HikersBay, bevor du blind das erste Angebot buchst. Fünf Minuten Recherche machen oft den Unterschied zwischen „Ui, teuer“ und „Hey, da bleibt noch was fürs Schnorchel-Set“.
La Graciosa: Geschützte Traumgewässer und die besten Bootstouren
La Graciosa ist der Grund, warum viele Lanzarote-Trips plötzlich nach „Schnorchelurlaub“ klingen. Die Insel ist größtenteils unbebaut, es gibt wenige Autos, kaum Hafenverkehr – und genau das merkt man im Wasser. Weniger Lärm, weniger Trubel, oft bessere Sicht.
Unter Wasser warten Lava-Plateaus, helle Sandfelder und bizarre Felsformationen. Dazwischen tummeln sich Schwärme kleiner Fische, neugierige Tintenfische inspizieren deine Flossen und mit etwas Glück gleitet ein Engelhai oder ein größerer Rochen am Boden entlang. Kein Hai-Actionfilm, eher Naturdoku in Echtzeit.
Anreise: So kommst du nach La Graciosa
Der Weg führt über den kleinen Hafenort Órzola im Norden Lanzarotes. Von dort setzen Fähren nach La Graciosa über. Die Überfahrt dauert rund 25–30 Minuten und kostet grob 20–30 Euro pro Person hin und zurück, abhängig von Saison und Anbieter. Die Boote fahren mehrmals täglich, gerade in der Hauptsaison musst du aber mit gut gebuchten Verbindungen rechnen.
Vor Ort kannst du entweder direkt an den Stränden schnorcheln oder eine Bootstour rund um die Insel buchen.
Bootsausflüge und worauf du achten solltest
Halbtagestouren rund um La Graciosa liegen oft im Bereich von 45–70 Euro pro Person. Meist enthalten:
- Transfer vom Hafen La Graciosa zum Boot und zurück
- 1–2 Schnorchelstopps
- Maske und Schnorchel, mnachmal auch Flossen
- Snack oder einfaches Mittagessen, gelegentlich Getränke
Klingt gut, hat aber ein paar Fallen:
- zusätzliche Gebühren für „Pflicht“-Fotos oder Videos
- Aufpreis für richtige Flossen statt nur Maske und Schnorchel
- Getränke, die plötzlich doch nicht inlkusive sind
Budgetfreundlicher ist oft die Kombi aus Fähre, eigenem Schnorchelset und selbst organisiertem Strandtag. Du suchst dir eine Bucht, packst Wasser und Snacks ein und verbringst den Tag im Wasser, statt auf dem Boot auf deine Gruppe zu warten.
Damit das klappt, lohnt sich etwas Vorbereitung: Saisonzeiten checken, Wetter und Sichtverhältnisse im Blick behalten und Preise vergleichen. Wer schon einmal einen großen Trip wie in den Himalaya geplant hat, weiß, wie viel Ruhe gute Vorbereitung bringt. Genau darum geht es im Artikel Himalaya-Trekking 2026. Dieselbe Haltung hilft dir auch am Meer: planen, vergleichen, dann entspannt genießen.
Für Wetter, Klima und beste Reisezeit sind Übersichten wie der Klimabereich von HikersBay praktisch. So erwischst du eher ruhiges Wasser und musst nicht gegen Wellen ankämpfen, nur um ein paar Fische zu sehen.
So planst du dein Lanzarote-Schnorchelabenteuer clever und günstig
Wie viel kostet eine Woche „viel schnorcheln, wenig Stress“ auf Lanzarote, wenn man die Anreise mal außen vor lässt? Natürlich hängt es von Saison und Komfort ab, aber grob kannst du so rechnen:
- Unterkunft (Apartment mit Küche, Mittelklasse): etwa 40–70 Euro pro Person und Nacht bei zwei Reisenden
- Verpflegung mit Selbstkochen und gelegentlichem Restaurant: 15–25 Euro pro Tag
- Schnorchel-Equipment: einmalig 30–50 Euro für ein einfaches Set oder 10–20 Euro pro Tag beim Verleih
- Fähre La Graciosa: rund 20–30 Euro (Hin- und Rückfahrt)
- 1–2 Bootstouren in der Woche: 50–70 Euro pro Tour
Wenn du eine Woche bleibst, ein eigenes Set kaufst, einmal nach La Graciosa fährst und eine Bootstour machst, liegst du grob im Bereich von 70–110 Euro pro Tag inklusive Unterkunft und Essen. Luft nach oben ist immer – vor allem mit Cocktails an der Strandbar.
Wo das Geld gerne versickert
Die größten Budgetfallen sind:
- Strandbars mit Preisen, als wären sie direkt an der Copacabana
- Spontan gebuchte Touren ohne Preischeck
- Taxi statt Bus oder Fahrrad für kurze Strecken
- jeden Tag essen gehen, obwohl die Küche in der Unterkunft nur auf Instagram gut aussieht
Alternativen, die dein Konto lieben wird:
- Selbstverpflegung als Basis, Restaurants als Bonus
- eigenes Schnorchel-Set im Aufgabegepäck mitnehmen
- Fähre nach La Graciosa und Touren frühzeitig vergleichen und reservieren
- Linienbusse auf Lanzarote nutzen oder ein Fahrrad leihen, statt jedes Mal das Taxi zu rufen
Damit das alles nicht im Chaos endet, hilft ein klarer Plan. Der oben erwähnte Patagonien-Kosten-Guide zeigt schön, wie man systematisch einen Reiseetat bastelt. Du kannst die gleiche Methode auf Lanzarote anwenden: Grobpreise für Unterkunft und Lebenshaltung checken, passende Reisemonate auswählen, dann die teureren Posten wie Bootstouren einplanen.
Die Idee dahinter ist die gleiche wie bei den Einsteiger-Trekkingtouren in Europa: Wenn du die Basis gut organisierst, bleibt mehr Geld und Energie für die eigentlichen Hghlights. Ein bisschen Preisvergleich, ein paar bewusste Entscheidungen – und plötzlich fühlt sich eine Woche Kanaren nicht mehr wie „Luxusurlaub“, sondern wie ein fairer Deal an.
Unterm Strich: Lanzarote und La Graciosa sind auch mit kleinem Budget absolut machbar. Pack dein Schnorchel-Set ein, verlass dich nicht auf die erste Hochglanz-Bootstour am Hafen und plane ein bisschen im Voraus. Dann bekommst du Vulkanlandschaft, Schnorchelparadies und Sonnenuntergänge inklusive – ohne dass dein Konto danach aussieht, als wärst du drei Monate auf Weltreise gewesen.

Dein Beitrag weckt sofort Fernweh – ich war vor ein paar Jahren auf Lanzarote, hatte aber La Graciosa damals gar nicht auf dem Schirm und ärgere mich im Nachhinein richtig. Wir waren vor allem rund um Playa Chica und bei den Papagayo-Stränden schnorcheln und ich war schon dort überrascht, wie klar das Wasser ist und wie nah die Fische an einen herankommen. Besonders hängen geblieben ist mir ein Morgen, an dem wir fast alleine im Wasser waren und plötzlich ein ganzer Schwarm bunter Fische um uns herumgeschwommen ist. Nach deinem Artikel steht La Graciosa jetzt definitiv ganz oben auf meiner Liste für den nächsten Besuch – vor allem, weil du betonst, dass man das alles auch ohne riesiges Budget erleben kann.
Theresa, danke dir für deinen lieben Kommentar – ich hatte beim Lesen direkt das Bild von deinem Morgen im Wasser vor Augen. Wenn La Graciosa beim nächsten Mal ganz oben auf deiner Liste steht: Nimm dir, falls möglich, eine der ersten Fähren am Morgen, dann hast du viele Buchten praktisch für dich allein und siehst oft mehr Meeresleben, weil das Wasser noch völlig ruhig ist.